11. Runde – LLB 2016/17

Schlußrunde Landesliga B: Pjesak/Schwarzach 1 ist Meister, 2 der 3 ASK-Mannschaften schaffen Klassenerhalt
In der Schlußrunde der Landesliga B, die am 1.4. in Neumarkt ausgetragen wurde, galt es für ASK Skywalker und ASK Komet gegen den Abstieg zu kämpfen. ASK Skywalker verliert gegen ASKÖ Radstadt mit 2,5:3,5, schafft aber mit Tabellenrang 10 gerade noch den Klassenerhalt. ASK Komet verliert ebenfalls 2,5:3,5 gegen Ranshofen 3, muss aber als Tabellenvorletzter absteigen. ASK Supernova krönt ihre erfolgreiche Saison mit einem 3,5:2,5 Sieg über Mozart und wird guter Tabellensechste.

Spielbericht Walter Haselsteiner, MF ASK Supervova

Mozart versuchte alles, in der letzten Runde die rote Laterne an die Kometen abzugeben. Sie kamen daher bärenstark aufgestellt zur gemeinsamen Schlussrunde nach Neumarkt. Aber wir hatten schon damit gerechnet. Zusätzlich zum „Auftrag“ Schützenhilfe für die ASK-Kometen im Abstiegskampf zu leisten, waren wir  auch aus Eigenmotivation darauf aus, ein gutes Ergebnis zu erreichen. Als Tabellen-Sechster im dicht gedrängten Mittelfeld bestand die (kleine) Chance noch auf Platz vier vorzustoßen und die (große) Gefahr, auf Nr. 8 abzurutschen. Das wollten wir natürlich vermeiden und so hofften wir zumindest ein Remis oder nur eine knappe Niederlage zu erreichen. Wir gingen also – wie immer – äußerst konzentriert zu Werke.

Die Ausgangslage: Mozart hatte  auf den Brettern 1-4 (mit Opl auf 1) ca. jeweils ca. 200  ELO mehr (wenn man bei Michael schon die aktuelle Elo vom 1.4.2017 berücksichtigt, in der er sich um knapp 200 Punkte verbesserte!). Nur die Bretter 5 und 6 waren einigermaßen ausgeglichen.

Aber Shooting-Star Michael Untersteiner setzte auf Brett 3 gegen Helmut Holzinger gleich ein starkes Ausrufezeichen: Er eroberte – laut eigenen Aussagen relativ einfach – die Qualität und spielte das materielle Übergewicht nach diversen Abtäuschen solide nach Hause.

Miguel Medina tat es ihm nach, erreichte gegen Nikolas Marchet eine überlegene Stellung, in der er ebenfalls die Qualität kassierte und zusätzlich mit der Dame in die gegnerische Stellung eindrang. Damit stand es bereits nach ca. 2 ½ Stunden bereits 2:0.

Ich – Walter Haselsteiner – kam  auf Brett 2 gegen Harald Hicker unter Druck, verlor zuerst das Läuferpaar und hatte einen schwachen Zentrumsbauer. Harald konnte durch Damentausch den Bauern gewinnen, musste dafür aber einen Läufer hergeben und einen Doppelbauer hinnehmen. Die Stellung schien mir nun gut haltbar, und wir führten ja 2:0. Daher bot ich Remis, das Harald nach Rücksprache mit dem Mannschaftsführer auch annahm.

Wolfgang Mende erreichte gegen Ruppert Sonnbichler auf Brett 4 ein ausgeglichenes Mittelspiel. Er erkundigte sich bei mir, ob Remis OK wäre. Angesichts des Spielstandes und damit sicheren Mannschaftsremis war das in Ordnung. Damit führten wir 3 zu 1.

Stefan Stader erreichte gegen Gernot Kleiter auf Brett 4 eine optisch gut aussehende Position. Gernot konnte aber die Angriffe gut neutralisieren, es entstand eine komplett ausgeglichene Stellung mit je 5 Bauern, Turm und Springer. Das Remis war die logische Folge – der nächste Mannschaftssieg damit sicher.

Auf Brett eins war bei Lukas Prüll gegen Klaus Opl ein – zumindest für mich – remisliches Endspiel mit je 6 Bauern und einem Springer entstanden. Klaus gelang es aber, den König besser zu aktivieren und in Richtung Damenflügel zu überführen. Dort hatte er die Bauernmehrheit. Durch geschicktes Lavieren brachte er Lukas in Zugzwang Situationen, die sinnvolle Züge schwer machten. In der längsten Partie des Tages konnte Lukas die Bauernumwandlung nicht mehr verhindern. Dennoch eines großartige kämpferische Leistung von Lukas!

Saisonfazit:
Für uns ist damit eine tolle Saison zu Ende gegangen. Die Stimmung im Team war prächtig und das wirkte sich auf die Leistungen aus. Anstatt gegen den Abstieg zu kämpfen, fighteten wir von Beginn an im Mittelfeld mit. Wir beendeten die Saison auch auf Rang 6 – nur den  Hauch von einem halben Punkt mehr und wir wären sogar vierte  geworden. Wir schafften auch 14 Mannschaftspunkte (6 Siege 2 Remis) und wären nach dieser Wertung vierte geworden. Acht der 11 Begegnungen endeten äußerst knapp, nur im Match gegen die TOP-aufgestellten Pjesak/Schwarzacher waren wir völlig chancenlos.

Der – neben dem Teamspirit – zweitwichtigste Erfolgsgarant war ganz eindeutig Lukas. Er spielte die Saison durch und erreichte auf  Brett 1  7 ½ aus 11 Punkten (bei leider auch 2 Kontumanzen). Das Ergebnis von 5 ½ aus 9 bei  ausgefochtenen Partien, gegen einen Elo-Schnitt von ca. 2080 (lt. Chessresults) entsprach einer ELO Performance von ca. 2150. Noch wichtiger aber war: Für uns andere Spieler gab die ruhige, souveräne Art, mit der Lukas das Spiel anlegte, ein Gefühl der Sicherheit und Zusatzmotivation, in dessen Windschatten wir gute bis sehr gute Leistungen abrufen konnten.

Auch Stefan – zumeist auf Brett 4 – spielte durch, sah sich einer Gegnerschaft von ca. 1850 Elo gegenüber und erreichte gegen diese mit 6 Punkten aus 11 umkämpften Partien (4 Siege/3 Niederlagen/4Remis) ein positives Ergebnis. Eine tolle Leistung!

Ich selber trat 10 mal (davon 9 Mal auf Brett 2) an, und musste mich dabei mit 2,5 Punkten (5 Remis und 5 Niederlagen) begnügen. Da der Elo-Schnitt der Gegner bei knapp 2000 lag, entsprach das Resultat dennoch meiner aktuellen Einstufung von ca. 1800. Auch von der Spielweise her war ich nicht unzufrieden, zumindest 3 der 5 Partien waren äußerst knapp und wurden von mir erst im Endspiel bei knapper Bedenkzeit verloren – daran muss ich noch arbeiten.

Michael hatte einen etwas holprigen Start (mit 1 ½ aus 3), drehte dann mit 3 ½ aus 5 gegen sehr starke Gegner ordentlich auf. Insgesamt erreichte er gegen einen Eloschnitt von ca. 1940 50%! Auch die Gegner aus der Clubmeisterschaft werden mir zustimmen, dass er wohl auch in diesem Leistungsbereich einzuordnen ist. Wirklich beeindruckend, wie Michael sein Schach in den letzten 1 ½ Jahren verbessert hat!

Miguel war 6 mal für uns im Einsatz – zumeist auf Brett 5. Nach einer Auftaktniederlage holte er 4 der 5 möglichen Punkte. Mit gesamt 66% gegen etwa gleichstarke Gegner lag auch Miguels Performance mit 1800 deutlich über der Erwartung. Besonders schön und wichtig war der Sieg in der Schlussrunde gegen den jungen, aber nicht zu unterschätzenden Marchet!

Lemmie und Wolfgang spielte  je 5 mal. Sie waren – wie in der letzten Saison – unsere Edelreservisten, wechselten sich praktisch ab. Die erste Hälfte bestritt v.a. Lemmie (dann half her in der 2. Klasse aus), die zweite Wolfang. Beide haben eine ELO von ca. 1700 und erreichten gemeinsam 5 ½ aus 10 gegen einen Schnitt auf ca. 1770. Also auch hier ein deutliche positives Ergebnisse.

Mit diesem Kader von 6 Supernovarianern spielten wir 56 der 66 Partien.

Der 7. Mann: Wichtig war auch, dass wir bei Bedarf auf zusätzliche, motivierte Unterstützer zählen konnten. Die 10 verbleibenden Spiele wurden durch den „reanimierten“ Sepp Ebner (3), Clemens Prüll, Max Haselsteiner, Georg Maringer (2) und Egon Janeczek (1) bestritten. Unser „7. Mann“ war alles andere als ein Notnagel. Wie tiefergehende Analysen zeigten,  erreichte „er“  mit einem gewichteten Elo-Schnitt von ca. 1750 (Sepp Ebner habe ich auch mit diesem Wert angenommen) trotz Großteils sehr geringer Spielpraxis gegen einen Eloschnitt von 1850 4 aus 10 Punkten (also 40%), und damit eine Performance von knapp 1800.

Als Mannschaftsführer möchte ich mich bei allen Supernova-Spielern für den großartigen Einsatz, die Zuverlässigkeit und auch den Teamgeist bedanken. Nur dadurch war so ein – aus meiner Sicht außergewöhnliches – Ergebnis möglich. Wir waren uns gestern auch alle einig. Es war eine tolle Saison!
 

ASK Supernova in der Schlussrunde
 

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Spielbericht Markus Kühleitner, MF ASK Komet
 

Die Ausgangslage vor der Schlussrunde war wie folgt:

9. ASK Skywalker / 27,5 EP / 7 MP
10. ASKÖ Radstadt / 27 EP / 9 MP
11. ASK Komet / 26 EP / 6 MP
12. Mozart / 25 EP / 5 MP

Die Kometen mussten somit mindestens 1,5 Punkte mehr erreichen als ASK Skywalker bzw. Radstadt. Während die Skywalker auf Radstadt trafen, bekam es ASK Supernova auf Mozart zu tun. Der ASK hatte es durch etwaige Schützenhilfe in der eigenen Hand, den Konkurrenten im Abstiegskampf wertvolle Punkte abzunehmen.

Bereits in der Aufstellung von Ranshofen 3 war jedoch ersichtlich, dass die Schlussrunde nicht einfach werden würde, zumal diese mit allen sechs Stammspielern antraten.

Als erstes war die Partie zwischen Rettenbacher und Spernbauer am sechsten Brett nach einer Stunde und zehn Minuten zu Ende. Rettenbacher bot mit dem 14. Zug erfolgreich remis an, als beide Springer und je ein Turm abgetauscht waren.

Am dritten Brett zwischen Zauchner und Hölzl wurde wenig abgetauscht, als Hölzl mit dem 21. Zug remis anbot, das Zauchner annahm. Ein zwischenzeitiger Blick auf die Partien Skywalker gegen Radstadt zeigte, das man auf vier Brettern remis gespielt hatte und es nichts mit einem erhofften hohen Sieg einer der beiden Mannschaften wurde. Bei Supernova gegen Mozart gingen zwei Partien für Supernova aus, zwei Partien endeten remis. Damit war zumindest der Abstieg von Mozart bereits besiegelt.

Am fünften Brett spielte Bieniok gegen Hackbarth. Erster verlor zwei Bauern, sodass sich das Endspiel mit je einem Springer und vier gegen sechs Bauern gestaltete. Auf der einen Brettseite stand es drei gegen drei Bauern, auf der anderen einer gegen drei. Da Bieniok nach den Bauernverlusten keine Gewinnmöglichkeit mehr sah, gab er nach zwei Stunden und vierzig Minuten auf.

Das zweite Brett brachte die Partie zwischen Tanczos und dem ungefähr 150 ELO-Punkte besseren Frühauf. Das Endspiel brachte fünf Bauern gegen ebenfalls fünf Bauern. Schließlich hatte Tanczos einen Freibauern am Rand, auf der anderen Seite standen je zwei Bauern gegen zwei Bauern. Nachdem Tanczos Frühauf den Freibauer überlassen hatte, eilte er mit dem König auf die andere Seite und schlug den letzten gegnerischen Bauern. Nun konnte er seinerseits mit dem letzten verbliebenen Bauer aufrücken. Da ein Einzug unvermeidlich war, gab Frühauf schließlich nach drei Stunden auf.

Zehn Minuten später war die Auseinandersetzung zwischen Gallob und Söder beendet. Gallob hatte die Qualität verloren und war auch in Zeitnot. Zuletzt opferte Gallob einen Läufer für einen Bauern ohne entsprechenden Vorteil und musste die Dame für beide Türme tauschen. Nachdem ein in den Angriff dazwischen gestellter Springer mehrfach bedroht und geschlagen wurde, gab Gallob auf.

Die längste Partie das Nachmittags (dreieinhalb Stunden) fand am ersten Brett zwischen Misciasci und Posch statt. Misciasci lag lange Zeit einen Bauern zurück, den er aber letztlich wieder aufholen konnte. Das Endspiel fand mit je zwei Bauern und je einem gleichfarbigen Läufer statt. Posch bot letztlich remis, was Misciasci annahm.

Das Fazit der Saison: Während ASK Komet in der Saison 2015/2016 am zweiten Platz landete, reichte es 2016/2017 nur für den elften und Vorletzten. Zu berücksichtigen ist, dass sechs Spieler nicht mehr zur Verfügung standen und beim Aufsteiger aus der ersten Klasse ASK Supernova spielten: Untersteiner Michael, Mende, Lemmerhofer, Medina, Prüll Lukas, Haselsteiner Walter. Dieser Umstand und die aus verschiedenen Gründen nur eingeschränkte Verfügbarkeit der anderen Spieler führte letztlich zum Abstieg, wobei in Anbetracht der Voraussetzungen die erreichte Punktezahl als gut zu bezeichnen ist.

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Bilder von den drei ASK-Mannschaften ((c) Markus Kühleitner)

 

11. Runde am 01.04.2017

 
BR Mayrhofer Erdbau NeumarktELO SIR MondseeELO3:3
1 Frank Jeremias1854 Autengruber Daniel19450:1
2 Daxinger Johann1831 Huber Wolfgang Dr.18861:0
3 Kampl Erich1586 Kratschmer Ernst17671:0
4 Kriechbaum Paul1691 Hopfgartner Andreas16841:0
5 Fischwenger Walter1656 Stefanovic Dragan Dr.18250:1
6 Bruckner Simon1398 Havas Clemens17440:1
 
BR Ranshofen 3ELO ASK KometELO3.5:2.5
1 Posch Roland2038 Misciasci Alessandro19330.5:0.5
2 Frühauf Norbert Ing.1915 Tanczos Dezsoe17710:1
3 Hoelzl Andreas1845 Zauchner Markus17870.5:0.5
4 Söder Wolfgang1777 Gallob Boris Mag.17811:0
5 Hackbarth Christa1714 Bieniok Alfred17481:0
6 Spernbauer Peter1746 Rettenbacher Robert18160.5:0.5
 
BR Pjesak/Schwarzach1ELO Oberndorf/Laufen 1ELO2:4
1 Cardaklija Mirsad2019 Baumgartner Armin19390.5:0.5
2 Huber Josef1951 Wunderl Eva18600:1
3 Bjelosevic Bozo1944 Eder Josef18110:1K
4 Klinger Josef Sen.1862 Hagmüller Josef17080.5:0.5
5 Ljubic Franjo Jun.1735 Fanninger Leon17411:0
6 Ljubic Ivan1065 Loreth Wolfgang16730:1
 
BR ASK SkywalkerELO ASKÖ RadstadtELO2.5:3.5
1 Heigerer Stefan1981 Hutz Gerhard19900.5:0.5
2 Kern Michael1902 Berger Herbert19370.5:0.5
3 Veigl Thomas1889 Banic Marek19190.5:0.5
4 Thalhammer Klaus1857 Sadilek Heinrich18760:1
5 Neuwirth Gernot1705 Steiner Wilfried16970.5:0.5
6 Hattinger Walter1700 Thurner Hermann16530.5:0.5
 
BR MozartELO ASK SupernovaELO2.5:3.5
1 Opl Klaus Dr.2219 Prüll Lukas19781:0
2 Hicker Harald Dr.1953 Haselsteiner Walter17780.5:0.5
3 Holzinger Helmut-Christian1928 Untersteiner Michael15680:1
4 Kleiter Gernot Dr.1849 Stader Stefan16710.5:0.5
5 Marchet Nikolas1711 Medina Miguel16690:1
6 Sonnbichler Rupert1680 Mende Wolfgang17040.5:0.5
 
BR Union Hallein 1ELO KonkordiahütteELO3.5:2.5
1 Halilovic Husejin2026 Kössler Andreas18600.5:0.5
2 Hauthaler Mario1992 Buchebner Markus20241:0K
3 Buchner Martin2061 Wieser Rupert18641:0
4 Reithofer Edmund1778 Reschreiter Hans-Peter17880.5:0.5
5 Berti Rudolf1788 Schlager Friedrich Dr.16310.5:0.5
6 Baldemair Helmut1395 Windhofer Johann17900:1

Endtabelle Landesliga B 2017:

RANGMANNSCHAFT123456789101112MPPKT.
1Pjesak/Schwarzach1*2.54.5335.523.552.544.51440
2SIR Mondsee3.5*33.53.52.55.5333.54.531638.5
3Mayrhofer Erdbau Neumarkt1.53*43.53.52.5334431435
4Union Hallein 132.52*43.523.523.5441334
5Ranshofen 332.52.52*333.54.53.53.531234
6ASK Supernova0.53.52.52.53*3.53.54433.51433.5
7Oberndorf/Laufen 140.53.5432.5*3.523431333
8Konkordiahütte2.5332.52.52.52.5*33.52.54731.5
9ASKÖ Radstadt13341.5243*3.51.541130.5
10ASK Skywalker3.52.522.52.5232.52.5*3.53.5730
11ASK Komet21.5222.5323.54.52.5*3628.5
12Mozart1.533232.53222.53*527.5

 

gn, 02.04.2017

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