2. Runde – LLA 2025/26

ASK Skywalker gewinnen gegen Mozart, ASK Newcomer erreichen in Neumarkt ein 3:3

Hallein verteidigt die Tabellenführung mit einem Sieg in Ranshofen, SIR Top gewinnt mit 5 Spielern in Mattighofen und ist neuer Tabellenzweiter

Neumarkt – ASK Newcomer 3 : 3

Bericht von Florian Pöllner

Die Newcomer traten am Samstag in Neumarkt an, nachdem sie im internen Duell mit dem 3-3 gegen die Skywalker ganz gut bedient waren. Ich konnte den Kampf mitverfolgen, da meine Nova gleichzeitig dort spielte und ich relativ schnell fertig war. Die Newcomer hatten ein paar Aufstellungssorgen, die in letzter Sekunde gelöst wurden, sonst hätte man ein Brett freilassen müssen, doch Clemens Prüll wurde aktiviert, damit spielten Alex Gschwandtl, Bernhard Besner, Magdalena Mörwald, Michael Herrmann, Clemens Prüll und Lukas Prüll. Es sollte ein heißer Tanz mit ein paar Wendungen werden.

Brett 5: Clemens Prüll – Martin Stirn
Mit Clemens hatten die Neumarkter sicher nicht gerechnet, da war der Überraschungseffekt im Spiel. Man einigte sich relativ früh auf Remis. Das Gleichgewicht war nie entscheidend gestört.

Brett 1: Alexander Gschwandtl – Guido Kaspret
In einem vorstoß-Spanier stand Alex von Beginn an unter Druck. Anschließend öffnete sich die Stellung und Guido bekam mit seinem guten Läufer starkes Spiel, die Stellung blieb aber kompliziert, wobei Alex sehr viel von seiner Bedenkzeit verbrauchte. Guido wollte dann wohl in ein vorteilhaftes Endspiel abwickeln, landete dann aber plötzlich in einem Bauernendspiel, in dem er zwei voneinander enfernt laufende Bauern hatte, die der König nicht beide aufhalten konnte, während sein König mit Guidos Zentrumsbauern leicht fertig wurde. Gudio sah dass das Endspiel verloren war und gab auf. Damit lagen die Newcomer in Führung

Brett 4: Martin Egger – Magdalena Mörwald
Magdalena kam ganz gut aus der Eröffnung. Nach einiger Zeit bekam sie von Martin ein Remisangebot. Da sie einige andere Stellungen zu dieser Zeit kritisch sah spielte sie weiter und die Stellung wurde unübersichtlich. Martin rochierte lang, Magdalenas König war noch in der Mitte. Die Dame auf e2 hinderte sie an der Rochade, dafür hatte Martin seinen Königsflügel noch nicht entwickelt. Dann gelang es Martin durch einen Bauernangriff den auf e7 gefesselten Läufer zu erobern, aber wenigstens war nun der König in Sicherheit und der weiße stand etwas offen, optisch, so schien es hatte Magdalena vielleicht noch gewisse Kompensation, aber kaum mehr Zeit. Nach nicht mal 20 Zügen hatten beide weniger als 10 Minuten auf der Uhr. Magdalena versuchte das Spiel zu komplizieren, doch es war schwer die besten Züge zu finden. Es schien als könne Martin sich konsolidieren. Es gelang ihm die Damen vom Brett zu bekommen, nach 6 weiteren Zügen gab sie auf, weil sie glaubte nichts mehr zu haben. Erst die Analyse mit dem Computer zu Hause hat ergeben dass die Stellung auch nach dem Figurenverlust annähernd ausgeglichen gewesen wäre und selbst nach dem Damentausch noch nicht verloren, aber wer soll das in wenigen Minuten finden? somit wieder ausgeglichen der Kampf

Brett 3: Michael Herrmann – Wolfgang Zebedin
In der positionell angelegten Partie opferte Schwarz in der Eröffnung einen Bauern, um etwas Initiative zu bekommen. Doch im weiteren Verlauf stellte sich das vermeintliche Scheinopfer als Fehleinschätzung heraus. Denn nach dem 30. Zug konnte Michael den Doppelbauern abtauschen und hatte plötzlich einen vollwertigen Mehrbauern auf dem Brett. Aber noch vor der Zeitkontrolle machte er einen sehr schlechten Zug und Dr. Zebedin konnte augenblicklich den Ausgleich wieder herstellen. Im Anschluss entstand ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und die Kontrahenten einigten sich dann kurz nach der Zeitkontrolle auf Remis. Nun also 2-2.

Brett 2: Fabian Burrer – Bernhard Besner
Bernhard Besner gestaltete die Partie von Anfang an offen und ausgeglichen, die Partie sollte über die volle Distanz gehen, nach der Zeitkontrolle im 40. Zug befand man sich in einem Turmendspiel mit 7 Bauern, in dem Bernie wegen des potentiell entfernten Freibauern nicht die Türme tauschen durfte. Fabian entschloss sich die Durchbrüche offenzuhalten. Nachdem Bernie seinen Turm lang langem hin und her auf der h-Linie aktiviert hatte wurde es dann dramatisch, Fabian hatte einen Freibauern auf der b-Linie installiert, während auf der Königsseite 2-1 auf den Linien e und f standen, die Bernie vorrückte, als er mit seinem König den weißen Turm angriff ging der Turm überraschend nach b2, was folgendes Diagramm ergibt.

Bernie fand nun einen fast studienartigen Gewinn, er spielte Kc3 und schaffte so den Turmtausch, da der Turm plötzlich nur noch 2 Plätze auf der b-Line hat, wo er getauscht wird, es folgt Tb4 Tb3 schlägt schlägt.  Das Problem von Weiß war nun, dass er mit seinem König auf b5 steht und somit der schwarze Bauer mit Schach einzieht, wenn Bernie seinen auf der Hand liegenden Durchbruch e3 ausführt. Nach a6 e3 gibt es 2 Möglichkeiten: a) a7 exf2 a8=D f1=D+ und nun besitzt Bernie im Damenendspiel einen weit vorgerückten Bauern und der weiße König steht ungünstig, der Computer bestätigt dass es kein Dauerschach gibt, aber das hätte Bernie erst einmal alles finden müssen, in der Partie folgte fxe3 f2 Kb6 f1=D und Fabian erkannte dass er verliert weil Bernie leicht auf die lange Diagonale kommt und den a-Bauern an der Umwandlung hindert, außerdem könnte Weiß wegen des zusätzlichen Bauern e3 nicht auf patt spielen. Das hat Bernie echt gut gelöst und es stand plötzlich 3-2 für die Newcomer, wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Hätte es den Turmtausch nicht gegeben wäre das Endspiel todremis gewesen.

Brett 6: Stefan Preundler – Lukas Prüll
Diese Partie dauerte noch etwas länger. Die meiste Zeit war Stefan mit den weißen Steinen leicht in Vorteil, den er bis ins Endspiel bewahrte. Dort kam es zu einem Kampf Turm und Läufer gegen Turm und Springer. Lukas mit dem Läufer hatte gegen den aktiven weißen Turm zu kämpfen und geriet in eine leicht passive Stellung. Nachdem er lange Zeit gut dagegen gehalten hatte schaffte es Stefan dann doch einen Bauern zu erobern, aber ob der reicht war noch nicht sicher. Lukas tauschte alle Bauern am Damenflügel, Weiß hatte f+g gegen h von Lukas. Allerdings war der weiße König verdammt aktiv. Ganz langsam kam Weiß voran. Einen letzten Trick von Lukas konterte Stefan dann mit einem Abzugsschach, was in ein Turmendspiel mit Freibauern auf der siebten endete, Lukas musste seinen Turm für beide Bauern geben, es blieb Turm gegen Bauer h6. Chancen auf ein Remis hätte Lukas nur gehabt, wenn er schon weiter vorgerückt wäre. So fand Stefan einen Weg den Bauern zu erobern, indem er seinen König sofort aktivierte. nachdem er ihn bis nach h2 gejagt und dann mit Hilfe eines Schachs erst aufgehalten und eingesammelt hätte. Lukas gab deshalb auf. 3-3 was für ein Kampf, es scheint als wären die Newcomer gut bedient durch die unerwarteten Siege von Alex und Bernie, aber beinahe hätten sie noch gewonnen, diese Mannschaft ist – wie anscheinend die ganze Liga – unberechenbar

ASK Skywalker – Mozart Salzburg  3,5 : 2,5

Bericht von Anatol Lederer

In der ersten Runde konnte ich als Mannschaftsführer meine Mannschaft urlaubsbedingt nur aus der Ferne unterstützen. Diesmal war jedoch alles anders. Vorort als Non-Playing-Captain betreute ich unser Team sorgfältigst von der Aufstellung bis zur Siegmeldung. So kam es auch, dass wir diesmal mit dem höchstmöglichen Elo-Schnitt antraten. Besser geht nicht. Aber auch Mozart rückte mit ihren Kapazunder an. Sie gruben sogar den ehemaligen Staatsliga-Spieler Heinz Peterwagner aus, der als „Dank“ unserem Stefan Heigerer das Schach-Leben äußerst schwer machte.

Wir spielten diesmal im Bell-Heim da unsere Heimstätte leider intern von der ASKÖ gebraucht wurde. Ein herzliches Dankeschön an unsere liebe Ausweichquartiergastgeberin Rosi.

Auf Brett 2 spielte Christoph Löffler (w) gegen die Rakete Thomas Loreth. Nach ca. 1,5 Stunden Spielzeit zeigte die Uhr bei Thomas immer noch die Anfangszeit an. Und es lag nicht daran, dass etwa die Uhr defekt war. Nein, Thomas spielte diese Partie mit einem unglaublichen Blitz-Tempo. Mit einer Stunde mehr auf der Uhr bot jedoch der Spieler von Mozart überraschend Remis. Christoph nahm dieses an, da er sich unsicher fühlte und keinen Vorteil für sich sah. 0,5:0,5

Als nächstes endete das Spitzenbrett: Sigi Teufel (s) spielte gegen den Top-Spieler von Mozart; FM Reinhard Hanel. Sigi konnte mit einem Bauernopfer eine druckvolle Stellung aufbauen in der er den Bauern wieder zurückgewinnen konnte. Nach einem Abtausch verebbte der Angriff und man einigte sich auf ein Remis. Dass ein FM mit weiß gegen Sigi nicht gewinnen kann zeigt wie solide unser Brett 1 Spieler derzeit ist. 0,5:0,5

Auf unserem letzten Brett spielte Stefan Heigerer (w) gegen NM Heinz Peterwagner. Die knappe Anreise von Stefan wurde durch zusätzliche Baustellen-Schikanen bestraft. So musste Stefan mit 4 Minuten weniger gegen Heinz spielen. Dieser vergaß jedoch mehrmals nach seinen Zügen die Uhr zu drücken, da er schon länger keine Meisterschaftspartie spielte und so konnte Stefan doch die eine oder andere Minute auf die Zeit seines Gegners überlegen. Stefan konnte seinem Gegner eine zerfledderte Bauernstellung bescheren und als dann Heinz auch noch in den ungeschützten Königsflügel rochierte, könnten Unwissende vermuten, dass Stefan womöglich besser stünde. Aber es war anscheinend alles Theorie und Heinz konnte daraus zu viel Druck gegen Stefans König ausüben. Für mich als Zuschauer die interessanteste Partie zum Zusehen. Auch wenn ich mit Fortschritt der Partie immer mehr mit Stefan mitleiden musste. 0:1

Auf Brett 3 spielte Richard Wollrab (s) gegen CM Arthur Hinteregger, den dritten Titelträger von Mozart. In dieser Partie blieben lange alle Steine am Brett bis man sich schließlich von den Damen trennte. Beide versuchten bei seitenverkehrten Rochaden auf den jeweiligen Flügeln den Gegner anzugreifen. Jedoch lange sehr dezent ohne besonderen Vorkommnissen. Irgendwann brach das Gefüge und die Stellung wurde dynamischer. Möglicherweise kam Richard aus dieser Phase sogar mit einem Vorteil heraus, den er, falls es ihn überhaupt gegeben hat, aber nicht in einen Gewinn verwandeln konnte. 0,5:0,5

Somit stand es 2,5:1,5 für Mozart und wir mussten nun auf einen Doppelsieg auf den verbleibenden zwei Brettern hoffen um noch die vollen Mannschaftspunkte in dieser Begegnung mitnehmen zu können.

Als vorletztes Spiel ging Brett 4 zu Ende. Robert Kastenhuber spielte mit weiß gegen Peter Donegani. Robert fühlte sich in dieser Partie wohl. Er sah sich besser entwickelt, hatte seine Türme verbunden und seinen schlechten Läufer getauscht. Was macht man aus dieser Mixtur? Natürlich – Angriff im Zentrum, sogar mit Bauernopfer und daraus resultierenden gefährlichen Freibauern. Daraufhin führten viele Wege nach Rom. Robert suchte sich einen der schönsten mit erzwungenen Zügen zum Matt. Peter ließ es sich jedoch nicht bis zum Ende zeigen und reichte die Hand zum schönen Sieg von Robert. 1:0

In der letzten Partie kämpften auf Brett 5 Thomas Veigl (s) gegen Clemens Dämon um die heutige Weltherrschaft. Thomas konnte schnell eine aktivere Stellung und einen daraus resultierenden Zeitvorteil erlangen. Irgendwie parierte Clemens den Druck. Der Angriff von Thomas löste sich auf dafür hatte unser Spieler 2 Bauern einkassiert. Doch nun bekam Clemens die Chance auf ein Gegenspiel auf der offenen e-Linie. Thomas musste höllisch aufpassen konnte jedoch alle Dämonen sicher bekämpfen und bezwang auch diesen in der längsten Partie des Tages. 1:0

Für mich als Mannschaftsführer war das Zusehen nervenaufreibender als das Selber-spielen. Aber es hat sich gelohnt und wir sind derzeit mit 3 aus 4 Punkten in der Meisterschaft gut dabei. In der dritten Runde spielen wir auswärts gegen unsere Freunde von Ranshofen 2.

2. Runde – LLA 2025/26

2.1 10 ASK Skywalker 3½ – 2½ 1 Mozart Salzburg
1 MK Teufl Siegfried 2066 ½ : ½ FM Hanel Reinhard Dr. 2161
2 Löffler Christoph 2038 ½ : ½ Loreth Thomas 1872
3 Wollrab Richard 1986 ½ : ½ CM Hinteregger Arthur 1995
4 Kastenhuber Robert Mag. 1918 1 : 0 Donegani Peter 1922
5 Veigl Thomas 1917 1 : 0 Dämon Clemens 1888
6 Heigerer Stefan 1929 0 : 1 NM Peterwagner Heinz 2057
2.2 9 Sparkasse Neumarkt (1) 3 – 3 2 ASK Newcomer
1 FM Kaspret Guido Mag. 2237 0 : 1 Gschwandtl Alexander 1971
2 CM Burrer Fabian 2122 0 : 1 Besner Bernhard 2115
3 Zebedin Wolfgang Dr. 2057 ½ : ½ Herrmann Michael 2044
4 Egger Martin Dr. 1995 1 : 0 Mörwald Magdalena 2008
5 Stirn Martin DI (FH) 2088 ½ : ½ Prüll Clemens 1920
6 Preundler Stefan 1940 1 : 0 Mk Prüll Lukas 1907
2.3 8 Mattighofen 1961 1½ – 4½ 3 SIR Top
1 Waldner Alois 2080 0 : 1 Leeb Simon 2231
2 Werdecker Roland 1919 0 : 1 Lomsadze Irakly 2041
3 Grausgruber Rene 1806 ½ : ½ Havas Clemens 1904
4 Muhr Rudolf 1790 + : –
5 Mertz Waldemar 1909 0 : 1 Schinwald Florian 1758
6 Blümhuber Johann 1804 0 : 1 Bachofner Lukas 1552
2.4 7 Yokozuna Uttendorf 1½ – 4½ 4 Pjesak/Schwarzach 1
1 Zvicer Branislav 0 0 : 1 Ljubic Juro 2134
2 Feichtner Thomas 2048 0 : 1 Stöckl Norbert Dr. 2000
3 Schöpf Gerhard 1902 ½ : ½ Cardaklija Mirsad 1945
4 Thurner Michael 1873 0 : 1 Hasanovic Nurija 1923
5 WMK Göschl Ortrun Mag. 1883 ½ : ½ Ljubic Franjo Jun. 1916
6 Mooslechner Peter 1963 ½ : ½ Dragovic Nikola 1499
2.5 6 Ranshofen 2 2 – 4 5 Union Hallein 1
1 IM Knoll Hermann 2224 ½ : ½ Hake Nils 2068
2 Jergler Karl-Heinz 2105 ½ : ½ Halilovic Husejin 1961
3 Stadler Alexander 2121 0 : 1 Buchner Martin 1996
4 FM Bensch Patrick 2095 1 : 0 Ertugrul Ege 1720
5 Salletmeier Julian 1712 0 : 1 Kipman Felix 1723
6 Gurbanli Shakir 1652 0 : 1 Leitner Mathias 1917

LLA 2025/26 – Stand nach der 2. Runde

Rg. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 MP Pkt. Res. BP SB
1 Union Hallein 1 * 4 5 4 9 0 728 7,00
2 SIR Top * 4 4 0 717 7,00
3 Sparkasse Neumarkt (1) * 3 5 3 8 0 625 8,50
4 ASK Skywalker * 3 3 0 526 7,50
5 ASK Newcomer 3 3 * 2 6 0 515 7,25
6 Pjesak/Schwarzach 1 1 * 2 0 466 5,00
7 Yokozuna Uttendorf * 2 5 0 384 4,50
8 Ranshofen 2 2 * 0 0 389 0,00
9 Mozart Salzburg 2 * 0 0 352 0,00
10 Mattighofen 1961 1 * 0 0 198 0,00
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