Der ASK beim Faaker See Open 2025

Bericht von Reinhard Vlasak

Das 41. Faaker See Open fand vom 9. – 16. August statt, gespielt wurde wie immer in der Veranstaltungshalle Latschach. Am 8. August begann eine sommerliche Hitzewelle, die die ganze Woche andauern sollte. Da die angekündigte Klimaanlage doch nicht rechtzeitig montiert wurde, bedeutete das eine Woche Schachspiel bei Temperaturen über 30 Grad. Für mich bedeutete das eine zusätzliche Herausforderung, weil mein Spiel bei derartigen Temperaturen zu Figureneinstellern neigt.

In der 1. Runde hatte ich eine Gegnerin, die kaum Gegenwehr leistete und mir einen leichten Auftaktsieg ermöglichte. Am zweiten Tag gab es die übliche Doppelrunde, in der ich leider nicht anschreiben konnte. Am Vormittag spielte ich gegen den steirischen U18 Spieler Tobias Maier (Frauental), der am Ende Rang 5 eröberte. Ich stand lange Zeit besser, bis ich einen wichtigen Bauern einstellte, wonach sich mein Gegenspiel in Luft auflöste und ich von der gegnerischen Bauernwalze überrollt wurde. Im Abendspiel überzog ich meine Stellung. Anstatt auf Matt zu spielen, gewann ich lieber eine Figur. Dabei erlaubte ich aber dem Gegner, mit Dame und Turm in meine Stellung einzudringen, was für mich schief ging.

In den Runden 4-7 folgte meine beste Zeit im Turnier. In einer scharfen Variante des Sizilinialischen Schweschikow Angriff konnte ich meine Gegnerin von Beginn an unter Druck setzen. Neben einem hohen Zeitverbrauch kam meine Gegnerin langsam in eine immer schlechtere Stellung, bis ihre Klappe im 35. Zug in verlorener Stellung fiel.

In der 5. Runde bekam ich es mit dem deutschen U18 Spieler Daniel Schaupp zu tun. Durch zunächst druckvolles Spiel hatte ich lange Zeit die freiere Stellung, aus der er sich irgendwann befreien konnte, worauf ich Remis anbot. Da sein Vater noch spielte, lehnte er das Remis ab. Ich begann darauf, etwas überheblich zu spielen und stellte prompt einen Bauern ein. Darauf war das Turmendspiel eigentlich verloren, aber ich schaffte es in der an diesem Tag längsten Partie, meinen letzten verbleibenden Turm zu opfern, wonach der letzte Bauer zur Dame ging und mir doch noch das Remis sicherte.

In der 6. Runde spielte ich gegen den U18 Lokalmatador Paul Ortner. Auch hier drückte ich gleich kräftig an, mein Gegner übersah eine Remisabwicklung und kam rasch in eine verlorene Stellung.

In Runde 7 spielte ich erneut druckvoll, aber mein Gegner wusste sich zu wehren, wonach wir remis vereinbarten. In Runde 8 wurde ich in einer Tarrasch Verteidigung richtig überspielt, hier zeigte sich, dass eine passive Verteidigung nicht zur Eröffnung passt.

In der 9. Runde bot ich gleich in der Eröffung remis. Mein Gegner lehnte ab, worauf ich mir nach und nach eine Gewinnstellung erarbeitete. Genau zu diesem Zeitpunkt ließ meine Konzentration nach, und ich erlaubte meinem Gegner, ins Remis zu entkommen.

Open Faak am See 2025

Rg. SNr Name Elo FED Verein Typ Pkte BH:GP BH:GP/M1 SB
1 1 IM BAIDETSKYI Valentin 2475 AUT Sc Pinggau-Friedberg 51 40 47,5
2 5 FM FURLAN Miha 2208 SLO 7 54 41,5 40
3 3 FM VITOUCH Anatol 2257 AUT Sv Pamhagen 7 52,5 41 39,75
4 4 CM GLÖSSL Sota Alexander 2243 AUT Jsv Linz U18 57 44 39
5 14 MAIER Tobias 2053 AUT Frauental – Fh Campus 02 U18 51,5 41 35
6 8 FM KESIK Klaus-Dieter 2163 GER S60 6 54,5 42 32,5
7 7 DJURIC Petar 2165 SLO Sk Suetschach-Feistritz 6 52 39,5 31,75
8 6 GRÜNWALD Simon 2166 AUT Frauental – Fh Campus 02 U18 6 50,5 39 32,5
9 2 IM MAZI Leon 2290 SLO Sv Askö St.Veit/Glan S60 6 50 37,5 29
10 48 SCHMIED Eva Maria W 1886 AUT Gratwein-Straßengel 6 48 36,5 29
11 9 LEITNER Gerald DI. 2122 AUT Tschaturanga S60 6 47,5 35,5 30
12 21 HELLERSCHMID Andreas 2017 AUT 1. Sk Ottakring U16 6 46 37 27,5
13 20 KRUPKE Sven 2022 GER Sf Rosenheim E.V. 6 46 36 29
14 17 KNECHT Guntram Dr. 2031 AUT Sv Schmelz S60 6 45 35,5 29,5
15 46 STRATER Heinz 1892 GER S60 6 44 35 26
16 32 MARKUN Ozbej 1939 SLO Sv Raika Rapid Feffernitz 6 44 35 25,25
51 47 VLASAK Reinhard Dr. 1892 AUT Ask Salzburg S60 37 28 15,5

Angesichts der Saunatemperaturen im Spielsaal bin ich mit 4,5 Punkten zufrieden. Am Mittwoch geht es gegen Osten, wo am Donnerstag das Schwarzatal Open in Raach am Hochgebirge beginnt. Die Ortsbezeichnung löst bei mir ein Schmunzeln aus, liegt der Ort doch auf einer Seehöhe von etwas über 800 Metern.

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