7. Runde – LLA 2022/23

ASK 2 verliert in Hallein mit 2 : 4 und betoniert sich am letzten Tabellenplatz ein

Bericht von Reinhard Vlasak

Unser Gastspiel in Hallein begann durchaus erfolgversprechend:

Ich musste etwas widerwillig am 6. Brett gegen Mathias Leitner in ein Remis einwilligen. Mathias spielte mit Weiß in einer Sizilianischen Partie beinhart auf Figurentausch, dem ich mich mit Schwarz leider nicht entziehen konnte, bis ein gleichstehendes Endspiel am Brett stand, in dem beide noch einen Läufer und 6 Bauern hatten.

Unmittelbar danach gewann gewann Stefan Heigerer am 5. Brett gegen Felix Kipmann. Felix hatte in der Caro-Kann Verteidigung seine Möglichkeiten auf Gegenspiel am Damenflügel überschätzt und musste einen Bauern geben, den Stefan wenige Züge später zur Dame führte. Felix hatte zwar im Zentrum die Dame gewonnen, aber seine unterentwickelte Stellung am Königsflügel verhinderte eine Flucht des Königs, der unausweichlich vor dem Matt stand. So stand es nach etwa 2 Stunden Spielzeit 1,5:0,5 für uns.

In der Partie zwischen Robert Navratil und Mario Hauthaler gab es am 3. Brett wahrscheinlich nur einen, der die entstandene königsindische Stellung richtig beurteilen konnte, und das war Mario. Die Zuschauer und auch Robert schätzten die Stellung als ausgeglichen mit leichten Vorteilen für Robert ein. Etwas überrascht musste ich in der Heimanalyse feststellen, dass die als gleich eingeschätzte Stellung bereits deutlich besser für Mario war. Nach einem zweifelhaften Zug von Robert ging es Schlag auf Schlag. Aber wahrscheinlich gab es bereits keinen vernünftigen Zug mehr am Brett. Mario konnte ungestraft mit dem Turm auf die zweite Reihe mit Mattdrohung eindringen, obwohl das Feld gedeckt war. Ein Schlagen hätte den Läufer entscheidend abgelenkt und der Dame ein Eindringen mit undeckbarem Matt erlaubt. Das Matt konnte noch gedeckt werden, aber gleich danach war Roberts Dame im Visier von Marios Läufer. Robert musste sie für 2 Figuren opfern, doch damit öffnete sich wieder die ursprüngliche Mattdrohung. Damit neuer Zwischenstand 1,5:1,5.

Am 2. Brett wollte Michael Herrmann gegen Martin Buchner erneut das Gefühl genießen, mit entblößtem König einen Figurenangriff zu parieren. Diesmal schien es zu klappen, Michael hatte nach zäher Verteididigung ein Springerendspiel erreicht, das sogar auf mehrere Arten zum Remis führt. Leider fand sie Michael nicht, er tauschte den Springer und gab unmittelbar danach auf, weil das Bauernendspiel klar verloren war.

Am 4. Brett hatte Helmut Flatz einen isolierten Doppelbauern gegen Rudolf Berti zu verteidigen. Das war für einen Verteidigungskünstler wie Helmut kein Problem, er bedauerte allerdings, keine Chance auf eine Gewinnfortsetzung zu haben, was angesichts des Zwischenstands von 1,5:2,5 für ihn nicht sehr befriedigend war. Aber es nutzte nichts, er willigte schließlich ins Remis ein.

Nun musste Christoph Löffler am 1. Brett einen Sieg gegen Husejin Halilovic einfahren, um zumindest ein Mannschaftsremis zu erreichen. Die Partie verlief lange Zeit ausgeglichen, aber beide Spieler verbrauchten extrem viel Zeit. Ab dem 25.Zug lebten beide großteils von der 30 Sekunden Zeitzugabe. Im Lauf der Zeitnotphase erspielte sich Christoph entscheidenden Vorteil, in der Heimanalyse zeigte der Rechner +6 für Christoph an. Da er bereits 2 Mehrbauern hatte, entschloss er sich zum Damentausch, musste aber bald feststellen, dass sich seine Gewinnchancen verflüchtigten. Um dennoch weitere Gewinnversuche zu starten, opferte Christoph einen Bauern, und danach noch einen. Das war aber zuviel, weil Husejin immer noch einen gefährlichen Freibauern hatte und nun einen zweiten in Bewegung setzen konnten. Als klar war, dass er nicht beide aufhalten kann, gab Christoph auf. Endstand damit 2:4.

Mit etwas mehr Selbstvertrauen unserer Spieler hätte der Wettkampf mit einem knappen Sieg für uns enden müssen. Aber es läuft in dieser Saison nicht, offensichtlich ist der Wurm drin. Als Mannschaftsführer kann ich nur hoffen, dass sich unsere Spieler bald von der Krise erholen. Es sind ja nur noch 2 Runden zu spielen.

7. Runde – LLA 2022/23

7.1 5 Union Hallein 1 4 – 2 3 ASK 2
1 Halilovic Husejin 1958 1 : 0 Löffler Christoph 2091
2 Buchner Martin 1922 1 : 0 Herrmann Michael 2079
3 Hauthaler Mario 1947 1 : 0 Navratil Robert 2002
4 Berti Rudolf 1680 0,5 : 0,5 Flatz Helmut 1831
5 Kipman Felix 1621 0 : 1 Heigerer Stefan 1935
6 Leitner Mathias 1776 0,5 : 0,5 Vlasak Reinhard 1861
7.2 6 Yokozuna Uttendorf 2,5 – 3,5 2 Ach/Burghausen 1
1 Danojevic Zivko 1992 0 : 1 FM Huch Reiner 2235
2 WMK Göschl Ortrun 1885 1 : 0 Stöhr Helmut 1970
3 Feichtner Thomas 2091 0 : 1 Wittmann Helmut 2029
4 Schöpf Gerhard 1942 0,5 : 0,5 Magg Josef 1853
5 Schöpf Patrick 1769 0,5 : 0,5 Engelsberger Benno 1608
6 Thurner Michael 1719 0,5 : 0,5 Knorr Lukas 1705
7.3 7 Mozart 1910 2,5 – 3,5 1 SIR Top
1 FM Hanel Reinhard 2214 0 : 1 Hinterreiter Markus 2173
2 CM Hinteregger Arthur 2026 0 : 1 Kobl Rudolf 1978
3 Donegani Peter 2008 0 : 1 Zwein Bernhard 1873
4 Hamberger Hermann 2055 + : –
5 Marchet Nikolas 1795 0,5 : 0,5 Huber Wolfgang 1859
6 Holzinger Helmut-Christian 1888 + : –
7.4 8 Pjesak / Schwarzach 1 3,5 – 1,5 9 Mattighofen 1
1 GM Hecht Hans-Joachim 2280 0,5 : 0,5 Waldner Alois 1995
2 – : –
3 Ljubic Juro 2169 1 : 0 Hopfgartner Heinz 1981
4 Stöckl Norbert 2041 1 : 0 Grausgruber Rene 1784
5 Hamzic Vahidin 1989 0,5 : 0,5 Friedl Gerhard 1728
6 Ljubic Franjo Jun. 1821 0,5 : 0,5 Feichtenschlager Josef 1759

LLA 2022/23 – Stand nach der 7. Runde

Rg. Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 MP Pkt.
1 Ranshofen 1 * 4,5 3 4,5 3,5 5 5 11 25,5
2 Pjesak / Schwarzach 1 1,5 * 3,5 5 3 5 3,5 9 21,5
3 Mattighofen 1 3 1,5 * 4 5 3 4,5 2 8 23
4 SIR Top 1,5 * 3 3,5 3,5 2,5 4 7 18
5 Ach/Burghausen 1 2,5 2 3 * 3 3,5 4 6 18
6 Union Hallein 1 1 1 2,5 3 * 2,5 3,5 4 5 17,5
7 Mozart 1910 1 3 3 2,5 3,5 * 2,5 4 15,5
8 Yokozuna Uttendorf 1 1,5 3,5 2,5 2,5 3,5 * 4 14,5
9 ASK 2 1 2,5 4 2 2 2 * 2 13,5
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