Am 14. Jänner 2020 wird im Clubraum der Katholischen Hochschulgemeinde (hinter der Kollegienkirche) die erste Schachausstellung in Salzburg eröffnet: „Schach und Religion, unter besonderer Berücksichtigung von Teresa von Avila.“ Die historischen Objekte stammen aus der Sammlung Spielforschung der Universität Mozarteum. Leihgaben kommen von der Schach- und Kulturstiftung in Baldham bei München.
Schach und Religion. Mit besonderem Schwerpunkt auf Teresa von Avila als Patronin des Schach.
Ausstellung mit Veranstaltungsprogramm. Konzeption und Organisation: Rainer Buland, Mozarteum Salzburg, Institut für Spieleforschung
Aus der Presseaussendung:
Salzburg gehört nicht zu den Hochburgen der
Schachgeschichte, aber das Spiel hat eine lange Tradition als Teil der
bürgerlichen Unterhaltungskultur. Wie für gebildete Menschen selbverständlich
spielten auch die Mozarts Schach. Bereits 1868 wird ein Schachclub im Café
Baldauf erwähnt. 1910 wird in Salzburg ganz offiziell eine Schachgesellschaft
gegründet. Umso verwunderlicher ist es, dass es noch nie eine
Schach-Ausstellung gegeben hat. Bis jetzt.
Was ist das Neue im Blick auf Schach?
Ausstellungen und Publikationen zum Thema Schach konzentrieren sich fast
ausschließlich auf die Spielfiguren und die Schachspieler. So waren auch in den
letzten beiden Ausstellungen 2019 in Ebersberg und Halberstadt jeweils
exeptionelle Schachfiguren zu sehen. Was selten bis kaum gezeigt wird: Bilder
(Kupferstiche und Ölbilder), die zeigen, wie Schach gespielt wird. Das ist
die große Stärke des Instituts für Spielforschung und Playing Arts der Universität
Mozarteum. Es verfügt über die weltweit konsistenteste und umfangreichste
Sammlung an Graphik zur Spielkultur zwischen 1500 und 1900 und besitzt auch einige
Ölbilder. In dieser Sammlung befinden sich auch zahlreiche Schach-Stiche. Ein
Teil davon war bereits in der viel beachteten Ausstellung in Ebersberg bei
München und wird nun in Salzburg gezeit.
Darauf ist zu sehen, wie Schach tatsächlich gespielt wird. Nicht die Schach-Figuren oder die Schach-Meister stehen also im Mittelpunkt dieser Ausstellung, sondern das Schach-Spielen.
