2. Runde – Landesliga B 2016/17

„Schwarze Runde“ für die ASK-LLB-Mannschaften: Alle drei Teams verlieren
Schon am 8.10. fand das vorgezogene Spiel ASK Skywalker gegen Konkordiahütte statt, das mit einer 2,5:3,5-Niederlage für das ASK-Team endete. Leider erging es auch den beiden anderen ASK-Mannschjaften am 15.10. nicht besser: ASK Komet verlor auswärts in Neumarkt (mit 2 Kontumazbrettern) 2:4, noch schlimmer erwischte es ASK Supernova, die gegen den Tabellenführer Pjesak/Schwarzach 1 gleich mit 0,5:5,5 untergingen.

Spielbericht Pjesak/Schwarzach 1 – ASK Supernova von MF Walter Haselsteiner:

Lukas bewahrt ASK Supernova vor der Höchststrafe!

Die 2. Runde begann einige Tage zuvor höchst erfreulich, als uns Pjesak/Schwarzach anbot,  das Match in Salzburg auszutragen. Spielort war ein sehr gut bespielbarer Raum direkt bei der Andrä-Kirche. Das waren aber auch schon die einzigen Gastgeschenke, die wir für diese Runde bekamen. Die Meisterschaftsfavoriten kamen fast in Bestbesetzung und brachten damit durchschnittlich knapp 250 Elo mehr auf die Waage als wir. Damit war Schadensbegrenzung das einzige Ziel.

Auf Brett 6 sah sich Wolfgang Mende gegen Großmeistermacher Klinger Sepp mit einer Eröffnung konfrontiert, die in keinem Lehrbuch steht. Die Verwirrungstaktik ging auf, und Wolfgang, der ja durchaus Erfahrung mit unorthodoxer Spielweise hat, musste bald die Segel strecken.
Auf Brett 1 kam Lukas Prüll gegen Juro Ljubic sehr gut aus der Eröffnung heraus und konnte im Mittelspiel die Qualität bei allerdings unklarer Situation gewinnen. Er nutzte die Gunst des Augenblicks und bot Remis, welches Juro auch annahm. Es sollte der einzige zählbare Erfolg bleiben und zeigt, wie wichtig Lukas für die Mannschaft ist.
Auf Brett 4 spulten Miguel Medina gegen Vahidin Hamzic die Partie relativ rasch herunter und Miguel fand sich in einem nur leicht schlechteren Endspiel mit Turm und 5 Bauern gegen 6 Bauern gegenüber. Doch Hamzic gelang es, noch weitere Bauern zu erobern, so dass Miguel schließlich auch die Segel streichen musste.
Auf Brett 3 hielt sich Stefan Stader gegen Nurija Hasanovic lange Zeit sehr gut, verbrauchte aber zu  viel Bedenkzeit und hatte nach gut 20 Zügen nur mehr wenige Minuten auf der Uhr. Kurz vor der Zeitkontrolle stellte er schließlich durch einen falschen Turmzug einen Bauern ein, der die Stellung Verdarb. Nach dem 40. Zug reichte Stefan in aussichtsloser Stellung die Hand.
Auf Brett 4 hielt Manfred Lemmerhofer – soweit ich das bei kurzen Blicken auf das Brett beurteilen konnte – gegen Josef Huber die Stellung ebenfalls  lange in der Waage. Je näher die Zeitkontrolle rückte, desto mehr gewann aber Josef die Oberhand, so dass Lemmie um den 40. Zug herum aufgeben musste.
Meine  – Walter Haselsteiner – Partie auf Brett 2 gegen Mirsad Cardaklija lief nach einer ersten Ungenauigkeit im 11. Zug auf einer schiefen Ebene ab und war im 21. Zug praktisch verloren. Ich hatte zu dem Zeitpunkt auch nur mehr gut 10 Minuten auf der Uhr gegenüber 75 Minuten bei Mirsad. Dieser leistete sich durch Vereinfachungen  einige Ungenauigkeiten, so dass ich am Ende im Turmendspiel mit einem aktiven König gegen zwei Randbauern und einen auf der Grundlinie abgesperrten König zu kämpfen kam. Es gab allerdings keine Mattdrohungen, die Dauerschach ermöglichten. Nach 65 Zügen hatte auch diese Partie,  als letzte des Abends, ihren verdienten Sieger gefunden.

Okay, diese Runde können wir abhaken. Aber wir haben nun auch das schwerste Los hinter uns gebracht, so dass wir für den weiteren Meisterschaftsverlauf positiv gestimmt sind.

 

Noch herrscht gute Laune
 
Gute Spielbedingungen bei der Andräkirche
 
Brett 1 Lukas gegen Juro
 

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Spielbericht Neumarkt 2 – ASK Komet von MF Markus Kühleitner:

Die zweite Runde gegen Neumarkt 2 begann schon nicht gut, zumal nicht genügend Spieler zur Verfügung standen und die Bretter 2 und 3 wegen Kontumazierung verloren gingen. Es waren nur zwei der sechs Stammspieler anwesend.

Am sechsten Brett spielte Kühleitner gegen Kawinek eineinhalb Stunden gut mit, hat sich aber mit einem schlechten Damenzug einer Springergabel, bei der König und Dame bedroht wurden, ausgesetzt, und gab daraufhin auf.

Das erste Brett zwischen Misciasci und Egger war vom Läuferpaar des ersteren geprägt, während Egger mit zwei Springern kämpfte. Misciasci hatte einen Freibauern und zuerst einen Mehrbauern, den er im Laufe der Partie wieder abgab. Eggers Spiel war von Zeitnot geprägt: Er hatte im 31. Zug nur mehr zwei Minuten Zeit übrig. Im Endspiel standen sich schließlich je drei Bauern, ein Läufer einem Springer und jeweils ein Turm gegenüber. Aufgrund der Ausgeglichenheit einigte man sich nach drei Stunden und vierzig Minuten auf remis.

Bieniok bekam es am vierten Brett mit Kriechbaum zu tun. Er lehnte ein Remisangebot beim 26. Zug ab. Das Endspiel lautete fünf gegen vier Bauern, Läufer gegen Springer und jeweils ein Turm. Die Partie endete mit dem 38. Zug wegen Fallens der Klappe auf Seiten von Kriechbaum etwa zehn Minuten nach dem Ende der Partie am ersten Brett.

In der längsten Partie des Nachmittags bekam es Rettenbacher am fünften Brett mit Fischwenger zu tun. Im Mittelspiel opferte Rettenbacher den Springer zugunsten von drei Bauern. Er hat auch die gegnerische Rochade verhindert. Beim 19. Zug hatte Rettenbacher noch 9 Minuten Zeit. Beide Spieler schrieben mit Fortschreiten des Spiels nur unvollständig mit. Nach vier Stunden und zehn Minuten war die Zeit auf Seiten Fischwengers abgelaufen. Dieser wollte das nicht glauben, sodaß man die Partie auf einem anderen Brett nachspielte. Tatsächlich war es erst der 39. Zug. Da nicht sicher war, ob Rettenbacher rechtzeitig reklamiert hatte, einigte man sich schließlich auf remis.

Der Gesamtstand war dann 2:4, damit die zweite Niederlage. Das schwierige Zusammenstellen der Mannschaft verheißt jedenfalls für die nächsten Runden nichts Gutes, zumal davon auszugehen ist, daß dies anhalten wird.
 

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Spielbericht ASK Skywalker – Konkordiahütte von MF Anatol Lederer:

Auch in der zweiten Runde konnten die Skywalker noch nicht überzeugen. Gegen die Aufsteiger aus Tenneck konnten wir unser Ergebnis zur letzten Runde zwar leicht verbessern, mussten jedoch mit 2,5:3,5 doch die zweite Niederlage in Folge hinnehmen. Somit wird es wohl schwer werden noch vorne mitzuspielen.

Auf Brett 1 spielte Andreas Kössler gegen Stefan Heigerer ein interessantes Bauernopfer, welches Stefan in eine äußerst gedrückte Stellung brachte. In verzweifelter Lage bot Stefan Remis, welches Andreas glücklicherweise annahm. Der Kommentar von Stefan zu der Partie sagte alles: „Muats a Scheiß!“

Auf Brett 2 kam das erste Mal unser Gastspieler Michael Kern zum Einsatz. Er spielte gegen den starken Markus Buchebner eine unorthodoxe Eröffnung, die auf beiden Seiten viele Möglichkeiten bot. Buchebner spielte taktisch sehr stark und konnte so leider Michael bezwingen.

Auf Brett 3 musste Klaus Thalhammer etwas auf seinen Gegner Rupert Wieser warten. Kleine Theoriefehler von Klaus ermöglichten Rupert mehr Druck auszuüben. Rupert spielte jedoch nicht konsequent genug und so kam Klaus wieder in eine ausgeglichene Stellung. Man einigte sich auf Remis.

Brett 4 brachte die Begegnung Gernot Neuwirth gegen Hans-Peter Reschreiter. Beide Spieler kamen mit einer schmerzvollen Erstrunden-Niederlage gegen Eloschwächere Gegner ans Brett, dementsprechend vorsichtig wurde von beiden Seiten agiert. In einer blitzsauber geführten Partie begann es erst im 20. Zug taktisch zu werden. Da beide Spieler nur noch 13 Minuten auf der Uhr hatten, und keiner in der verwickelten Partie fehlgreifen wollte, einigte man sich auch hier auf Remis.

Auf Brett 5 spielte Anatol Lederer gegen Ulrich Rothschädel eine Marathon-Partie. Lange gab es kein Ungleichgewicht und beide Spieler begannen zu lavieren. Anatol fehlte es an Ideen und so kam es, dass Ulrich zwei Bauern am Damenflügel gewinnen konnte. Anatol verteidigte in gewohnter Zeitnot eisern am Damenflügel und verpasste im 40. Zug nach schwachen Zügen von Ulrich sogar den Sieg. Plus 4,80 Computerbewertung für Anatol, aber er sah die zweizügige Kombination nicht um den Turm zu gewinnen. Anatol begnügte sich mit einem Bauern, womit die Partie sich wieder in Remisbreite bewegte. Durch starkes Spiel konnte Anatol wieder in Vorteil gelangen, konnte diesen jedoch in erneuter Zeitnot nicht verwerten. Nach Figurenabtausch wäre das Bauernendspiel Remis gewesen. Im 60. Zug führte ein falscher Königszug Anatol ins Verderben und der Mannschaftsführer der Skywalker musste im 72. Zug anerkennend dem Gegner zum Sieg gratulieren. Zumindest war die Partie aufgrund der Länge (5h 15min) und des spannenden Spielverlaufs eine Publikumsattraktion.

Auf Brett 6 spiele Willi Veigl gegen Friedrich Schlager. Auf Willi ist Verlass! Er spielte souverän und konnte schon in der Eröffnung mehr Raum gewinnen. Die gedrückte Stellung von Friedrich ermöglichte Willi einen unwiderstehlichen Königsangriff der zum einzigen Sieg der Skywalker in dieser Runde führte.

Jedoch beeinträchtigte die Niederlage die Laune der Skywalker nicht und unser neues Clublokal „Violett“ erwies sich einmal mehr als guter Ersatz zum ehemaligen Wastlwirt. Einzig und allein der Hunger trieb spät Nachtens noch die hartnäckigsten Analysierer und Motivatoren ins „Strobl-Stüberl“, welches bis in die frühen Morgenstunden hervorragende warme Küche anbietet. Um ca. 4 Uhr war auch dort für die Skywalker Schluss. Trotz knapper Niederlage ein gelungener Abend!

Am 29.10 müssen die Skywalker auswärts gegen Hallein ran und hoffen endlich ihre Niederlagenserie zu beenden.

2. Runde am 15.10.2016

BR Mayrhofer Erdbau NeumarktELO ASK KometELO4:2
1 Egger Martin Dr.2023 Misciasci Alessandro19200.5:0.5
2 Baier Patrick1941 Tanczos Dezsoe17791:0K
3 Daxinger Johann1838 Zauchner Markus18061:0K
4 Kriechbaum Paul1640 Bieniok Alfred17380:1
5 Fischwenger Walter1652 Rettenbacher Robert18140.5:0.5
6 Kawinek Arnold1586 Kühleitner Markus Mag14341:0
 
BR SIR MondseeELO Oberndorf/Laufen 1ELO5.5:0.5
1 Kratschmer Heinz DI.2067 Schiner Hartmut21871:0K
2 Autengruber Daniel1927 Schwab Alexander18671:0
3 Kratschmer Ernst1787 Eder Josef17930.5:0.5
4 Hopfgartner Andreas1685 Fanninger Leon16441:0
5 Prodinger Johannes1825 Hagmüller Josef17521:0
6 Stefanovic Dragan Dr.1802 Stiborek Alexander17861:0
 
BR Ranshofen 3ELO ASKÖ RadstadtELO4.5:1.5
1 Posch Roland2041 Hutz Gerhard20041:0
2 Frühauf Norbert Ing.1907 Berger Herbert19631:0
3 Hoelzl Andreas1850 Sadilek Heinrich18940.5:0.5
4 Söder Wolfgang1795 Thurner Hermann16580.5:0.5
5 Hackbarth Christa1758 Zeiler Roland14720.5:0.5
6 Spernbauer Peter1736 Theobald Reiner16021:0
 
BR Pjesak/Schwarzach 1ELO ASK SupernovaELO5.5:0.5
1 Ljubic Juro2168 Prüll Lukas19120.5:0.5
2 Cardaklija Mirsad2016 Haselsteiner Walter18081:0
3 Hasanovic Nurija1973 Stader Stefan16441:0
4 Hamzic Vahidin1928 Medina Miguel16651:0
5 Huber Josef1934 Lemmerhofer Manfred16851:0
6 Klinger Josef Sen.1837 Mende Wolfgang17131:0
 
BR ASK SkywalkerELO KonkordiahütteELO2.5:3.5
1 Heigerer Stefan1982 Kössler Andreas18630.5:0.5
2 Kern Michael1940 Buchebner Markus20100:1
3 Thalhammer Klaus1849 Wieser Rupert19460.5:0.5
4 Neuwirth Gernot1741 Reschreiter Hans-Peter18410.5:0.5
5 Lederer Anatol1685 Rothschädl Ulrich17400:1
6 Veigl Wilhelm1816 Schlager Friedrich Dr.16641:0
 
BR MozartELO Union Hallein 1ELO2:4
1 Hicker Harald Dr.1935 Halilovic Husejin20340.5:0.5
2 Holzinger Helmut-Christian1935 Hauthaler Mario19880.5:0.5
3 Kleiter Gernot Dr.1837 Buchner Martin20330:1
4 Walkner Karl1725 Reithofer Edmund18050.5:0.5
5 Moßhammer Wolfgang1590 Berti Rudolf18180.5:0.5
6 Sonnbichler Rupert1710 Hecher Erich13460:1

Tabellenstand nach der 2. Runde

RANGMANNSCHAFT123456789101112MPPKT.
1Pjesak/Schwarzach1*     5.5    5410.5
2SIR Mondsee *       5.54.5 410
3Mayrhofer Erdbau Neumarkt  *  4    4 48
4Konkordiahütte   *   3.54   47.5
5Ranshofen 3    *    3 4.537.5
6Union Hallein 1  2  *  4   26
7ASK Supernova0.5     *4    24.5
8ASK Skywalker   2.5  2*    04.5
9Mozart   2 2  *   04
10Oberndorf/Laufen 1 0.5  3    *  13.5
11ASK Komet 1.52       * 03.5
12ASKÖ Radstadt1   1.5      *02.5

gn 16.10.2016

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